Zur Geschichte des Coselpalais

Das Coselpalais liegt im zentralen Stadtkern Dresdens. Direkt neben der weltberühmten Frauenkirche tangiert das Gebäude die ehemaligen Zeughaus- und Festungsanlagen und integriert im Untergeschoss beeindruckende Überreste des ehemaligen Pulverturmes. Unter Einbeziehung der Grundmauern baute Oberlandbaumeister Johann Christoff Knöffel 1745/1746 auf dem Grundstück des jetzigen Coselpalais zwei repräsentative Wohngebäude, die 1760 nach einem preußischem Artilleriebeschuss währen des Siebenjähigen Krieges ausbrannten.

 

1763 erwarb der General der Infanterie und Befehlshaber der Garde de Corps Friedrich August, Reichsgraf von Cosel - der Sohn des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August des Starken und der Reichsgräfin von Cosel - die beiden Grundstücke des jetzigen Coselpalais und ließ diese neu bebauen. Unter Verwendung der vorhandenen Bausubstanz wurde mit hoher architektonischer und bildhauerischer Qualität ein einmaliges barockes Gebäude geschaffen.

 

1853 ging das Bauwerk in den Besitz des sächsischen Staates über und wurde als königliches Polizeihaus ausgebaut. In der verheerenden Bombennacht im Februar 1945 wurde es, wie auch die Dresdner Frauenkirche und große Teile der historischen Altstadt, zerstört.

 

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