August der Starke - Kurfürst von Sachsen und König von Polen

Friedrich August I., genannt der Starke, wird am 12.5.1670 in Dresden geboren. Doch da er nicht der Erstgeborene ist, hat man für ihn zunächst eine militärische Laufbahn vorgesehen. Als August 17 Jahre alt ist, absolviert er eine zweijährige Bildungsreise, "Kavalierstour" genannt, durch Europa. Dabei beeindruckten ihn besonders das Schloss Versailles und seine ganze Prachtentfaltung.

 

Ein paar Jahre danach sollte allerdings eine ungeahnte Wende dem jungen Mann doch noch den Titel eines Thronerben einbringen: Augusts großer Bruder Johann Georg IV. verstarb überraschend im Jahr 1694. Mit nur 24 Jahren wurde Friedrich August schließlich der neue Kurfürst von Sachsen. Trotz der Tatsache das ihm Erfahrung in den Regierungsgeschäften fehlte, behauptete der neue Herrscher seine Stellung vehement.  

 

Bereits nach kurzer Amtszeit strebte der junge Kurfürst nach der Krone von Polen. Mit einem enormen Aufwand und Energie bestritt er den Weg zum Königstitel: August zahlte eine gewaltige Summe an Bestechungsgeldern und trat heimlich zum Katholizismus über. Letzteres gestaltete sich problematisch, da Sachsen protestantisch war und einen wichtigen Punkt des lutherischen Glaubens bildete.

 

Nachdem August der Starke seinen Übertritt zu den Katholiken bekanntgab, brach in Sachsen ein Sturm der Entrüstung los. Doch der Herrscher nahm dies alles gern in Kauf für den einen wichtigen Moment: Der Krönung zum König von Polen am 15. September 1697.

 

 

Friedrich August I. (der Starke), sächsischer Kurfürst und König von Polen (1670-1733)

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Der Dresdner Zwinger: Ansicht des Wallpavillons

Die Prachtentfaltung die sich in den darauf folgenden Jahren durch Dresden zog entsprang Augusts Wunsch ein zweites Versailles zu schaffen. Zahlreiche barocke Gebäude wie beispielsweise der Zwinger, das Schloss Pillnitz oder das umgebaute Residenzschloss bringen dies zum Ausdruck. Aber auch die Unterstützung bei der Erfindung des europäischen Porzellans sowie das Sammeln von Kunstwerken und das Einstellen von außergewöhnlich begabten Künstlern bezeugen das ausgeprägte Schaffen des Kurfürsten.

 

Im Jahre 1704 lernte August der Starke die spätere Gräfin Cosel kennen und machte sie nach langem Werben zu seiner Mätresse. Er gewährte ihr eine einmalige Stellung als eine Art "zweite" Gemahlin und verhalf ihr zum Titel einer Reichsgräfin. Doch da die Cosel ihre Stellung zunehmend missbrauchte und ihre Gier nach Macht wuchs, verbannte er sie 1713 zunächst nach Pillnitz.

 

Allerdings bekam August immer mehr Schwierigkeiten mit einem von ihm ausgestellten Dokument, welches der Gräfin Cosel ein Eheversprechen sicherte, sollte seine Gattin sterben. 

Trotz der stärker werdenden Forderungen sowie Drohungen gab die Cosel das Schriftstück nicht heraus. Schließlich wurde sie 1716 inhaftiert und nach der Burg Stolpen gebracht, wo sie nach 49 Jahren Haft verstarb. 

 

Obwohl August der Starke seinem Volk hohen Steuern abverlangte und auch mit seinen Untergebenen zum Teil einen rücksichtslosen Umgang pflegte, wurde die Stadt Dresden weit über ihre Grenzen hinaus berühmt als das Elbflorenz.

Zeitlebens frönte der Herrscher einem ausschweigenden Lebenswandel, was ihm durch eine Zuckerkrankheit zum Verhängnis wurde. Schließlich starb er am 1. Februar 1733 in Warschau. Bestattet wurde August in Krakau, dort entnahm man ihm sein Herz und brachte es nach Dresden, wo es sich bis heute befindet.

Beiname "der Starke": Der Legende nach soll August I. im Jahr 1711 ein Hufeisen mit seiner bloßen Hand zerbrochen haben. Zudem hatte er für damalige Verhältnisse eine überduchschnittliche Körpergröße.

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